Vor langer Zeit verwendete man bei kleinen Festplatten das FAT32-Dateisystem. Inzwischen haben sich die Größe und die restlichen Eigenschaften der Festplatten größtenteils stark verändert. Deshalb gibt es für diese auch ein eigenes Dateisystem: NTFS.

Seit Windows 2000 wird das Dateisystem NTFS unterstützt. Dieses ist sicherer, schneller und kommt mit Festplattenpartionen bis zu 2 Terabyte zurecht. Außerdem gibt es zahlreiche Features wie Verschlüsselung und Komprimierung. NTFS kann Fehler leichter ausfindig machen und darauf reagieren. Auch das Defragmentieren läuft um einiges schneller ab.

Dafür kommt FAT32 auch mit Windows 95 und 98 zurecht. Leider kann es aber nur Partitionen von maximal 32 GB fehlerfrei unterstützen. Dateien die größer als 4 GB sind, können allerdings nicht verarbeitet werden – bei heutigen Spiel- und Dateigrößen nicht gerade praktisch.

Unglücklicherweise werden die meisten externen Festplatten mit FAT32 ausgeliefert. Eigentlich ein schwerer Denkfehler, wenn man bedenkt, dass solche Festplatten z.B. um die 500 GB Speicherplatz haben. Wenn man dann seine Dateien hinaufspielen möchte, gibt es zudem Probleme, weil Dateien die größer als 4 GB sind, nicht unterstützt werden. Eine Fehlermeldung und die Unmöglichkeit diese Daten zu verschieben sind die Folgen.

Damit man eben z.B. das Dateisystem einer externe Festplatte von FAT32 in NTFS umwandeln kann, müsste diese theoretisch neu formatiert werden. Da das zeitaufwendig ist und einen Verlust der Daten bedeutet, hält dieser Artikel zum Glück eine andere Lösung parat.

Daten sichern:

Durch den Umwandelungsprozess sollten eigentlich alle bestehenden Daten verschont bleiben. Trotzdem sollte man lieber auf Nummer sicher gehen und diese sichern.

1. Fall – Systempartition:

Sollte die umzuwandelnde Festplatte die Systempartition sein, ist ein Neustart inkludiert. Geht als erstes unter Start > Ausführen und gebt „cmd“ (ohne Anführungsstriche) ein. Dies öffnet die Eingabeaufforderung. Gebt hier nun folgendes ein:

convert Laufwerksbuchstabe: /fs:ntfs

Also z.B. „convert C: /fs:ntfs“. Sollte euch jetzt gesagt werden, dass dieser Vorgang nur durch einen Neustart möglich ist, dann bestätigt. Nun kommt wahrscheinlich noch folgende Nachricht:

Der Typ des Dateisystems ist FAT. Geben Sie die aktuelle Laufwerkbezeichnung für Laufwerk C: ein: (C: steht für dern Laufwerksbuchstaben)

Gebt hier einfach den Namen für eure Festplatte an, z.B. Systemplatte. Nun sollte ein Neustart erfolgen und CHKDSK ausgeführt werden. Brecht diesen auf keinen Fall ab, da anschließend das Dateisystem umgewandelt wird. Dieser Vorgang sollte unter keinen Umständen unterbrochen werden, da sonst die Festplatte neu formatiert werden müsste.

Nachdem der Vorgang abgeschlossen wurde, habt ihr nun eine Festplatte im NTFS-Format.

2. Fall – Andere Partition oder externe Festplatte

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Sollte die betroffene Festplatte keine Systempartition oder eine externe Festplatte sein, ist der Vorgang relativ leicht und schnell erledigt.

Geht unter Start > Ausführen und gebt „cmd“ ein. Dies öffnet wiederum die Eingabeauffordung. Auch hier gebt ihr folgendes ein:

convert Laufwerksbuchstabe: /fs:ntfs

Gebt also z.B. „convert E: /fs:ntfs“ ein. Auch hier kommt eventuell die Meldung:

Der Typ des Dateisystems ist FAT. Geben Sie die aktuelle Laufwerkbezeichnung für Laufwerk E: ein:“ (E: steht für dern Laufwerksbuchstaben)

Tippt einfach den gewünschten Namen für eure Festplatte ein und es sollte schon losgehen. Zuerst wird CHKDSK in der Eingabeaufforderung ausgeführt, gefolgt von der Konvertierung. Brecht diese auf keinen Fall ab, um euch eine Formatierung und einen Datenverlust zu ersparen.

Nach kurzer Zeit sollte die Konvertierung abgeschlossen sein. Die Festplatte besitzt nun das NTFS-Format.

Mit diesen einfachen Schritten lässt sich eine FAT32- in eine NTFS-Festplatte umwandeln. Dies funktioniert auch ohne Probleme mit FAT16.