Nachdem ihr euch jetzt bereits einige Gedanken über das Thema und Design eurer zukünftigen Webseite gemacht haben, kommt es jetzt zur konkreten Umsetzung. Je nachdem über welches Know-how ihr im Bereich HTML, PHP und Co. verfügt, stehen euch jetzt mehrere Möglichkeiten für diesen Schritt zur Verfügung.

Webpublisher-Guide

3. Ideenumsetzung

3.1. Webdesigner beauftragen
Die einfachste und für euch am wenig zeitintensivsten Variante ist es einen professionellen Webdesigner zu beauftragen. Ihr solltet dabei unbedingt auf die Referenzen, Qualifikationen und die Professionalität der Webseite des Designers achten. Da die Gestaltung von Internetseiten eine freiberufliche Tätigkeit ist, für die man über keinerlei Voraussetzungen verfügen muss, sind die drei genannten Kriterien in diesem Gewerbe recht unterschiedlich.

Allerdings lohnt es sich selbstverständlich meist nicht für eine einfache Firmenvisitenkarte mit Kontaktinformationen bzw. eine persönliche Webseite eine riesige Webdesigneragentur zu engagieren. Mit kleineren Anbietern lässt sich über den Preis in diesem Fall leichter verhandeln. Zudem sind die Preise teils sehr verschieden. Ein Preisvergleich lohnt sich in dieser Branche also ganz besonders. Lasst euch also von verschiedensten Webdesignern Angebote machen.

3.2. CMS einsetzen
Ein „Content Management System“, kurz CMS, dient dazu die Inhalte einer Webseite zu bearbeiten bzw. hinzuzufügen und wird meistens auch von Webdesignern eingesetzt, damit Kunden ihre Seite selbständig verwalten können. Dies geschieht im Normalfall über leicht verständliche Menüs und setzt folglich keine HTML-Kenntnisse voraus.

Falls ihr euch dafür entscheiden solltet, eure Seite selbst zu gestalten, kann euch ein CMS die Arbeit wesentlich erleichtern. Häufig lassen sich dafür vorgefertigte Designs (Templates), welche von anderen Usern erstellt wurden, integrieren. Der Preis dafür beträgt meist nur ein Link in der Fußzeile Ihrer Webseite. Für die meisten CM-Systeme sind zudem Plugins erhältlich, welche die verfügbaren Funktionen eurer Seite erweitern können.

Solche Verwaltungssysteme sind je nach Verwendungszweck in ganz verschiedenen Formen erhältlich. So ist zum Beispiel WordPress für Webseitenbetreiber gedacht, die gerne Ihre Erfahrungen mit anderen über ein Weblog (Blog) teilen möchten. Dank einer riesigen Community erhaltet ihr hier zahlreiche Templates (bei WordPress „Themes“ genannt), Plugins sowie Rat und Unterstützung wenn ihr mal nicht weiter wisst. Zusätzlich bietet euch die Seite WordPress.com die Möglichkeit einen Blog inklusive Webspace und Domain zu starten. Ihr braucht euch also um fast nichts zu kümmern und könnt nach einer Anmeldung direkt mit dem Schreiben eurer Artikel starten.

Wenn ihr allerdings nicht vorhabt einen Blog zu veröffentlichen, bietet sich Joomla an. Joomla ist recht einsteigerfreundlich und lässt sich ebenfalls recht einfach mithilfe von Templates und Plugins Ihren Wünschen anpassen. Mit etwas Wissen über HTML, CSS und PHP könnt ihr diese auch recht leicht selber erstellen. Es bietet deshalb einiges mehr an Individualität als WordPress.

Als letztes CMS möchte ich noch TYPO3 erwähnen. Dieses ist ähnlich wie Joomla auf keine Art von Webseite beschränkt und es befinden sich zahlreiche Ressourcen dafür im Internet. Allerdings bietet TYPO3 zusätzlich dank einer eigenen Scriptsprache erheblich mehr Individualität und wird meist von größeren Unternehmen eingesetzt. Jedoch ist es daher auch viel komplexer.

WordPress, Joomla und TYPO3 sind alle Open-Source-Projekte und daher kostenlos einsetzbar. Natürlich kann es aber trotzdem nie schaden, sich selber ein bisschen HTML-Kenntnisse anzueignen. Hierzu kann ich Selfhtml.org sehr empfehlen.

Der nächste Teil des Webpublisher-Guides befasst sich mit den Webtechnologien wie etwa HTML und CSS.