Das bei fast allen Festplatten eingesetzte S.M.A.R.T. steht für Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology und dient zur Überwachung der Festplattenfunktionen. Dadurch lassen sich Fehler und Probleme frühzeitig erkennen, um das Ableben eines Datenträgers zu verhindern oder gefährdete Daten zu sichern.

Das ursprünglich von IBM entwickelte S.M.A.R.T. protokolliert dabei sämtliche Informationen über den Gesundheitszustand der Festplatte wie z.B. Temperatur und Lesefehler. Die Performance leidet darunter jedoch nicht. Für die Anzeige der S.M.A.R.T.-Informationen sollte im BIOS die entsprechende Funktion aktiviert sein, welche jedoch ohnehin von sämtlichen Festplattenherstellern ignoriert wird. Die Ausgabe dieser Daten für den Anwender funktioniert nur bei ATA- (IDE, SATA, eSATA) und Firewire-Datenträgern sowie bei Bandlaufwerken. SCSI-Festplatten und die meisten externen USB-Festplatten können lediglich den Health Status (den allgemeinen Gesundheitszustand) anzeigen. Weiters kann es je nach Festplatte bei RAID-Verbänden zu Auslesefehlern kommen.

Das Programm HDD Health ermöglicht die Anzeige der S.M.A.R.T.-Informationen unter Windows und warnt zudem den Benutzer bei Überhitzung bzw. Unterkühlung und anderen Problemen mit dem Datenträger. Natürlich gibt es für diesen Zweck auch andere Programme wie etwa Speedfan und HD Tune. HDD Health ist jedoch sehr einfach zu bedienen und wurde speziell für das Auslesen von S.M.A.R.T.-Informationen entwickelt.

Beim Start von HDD Health wird euch zunächst eine kleine Übersicht über eure Festplatte angezeigt. Hier befinden sich auch schon zwei der wichtigsten Informationen: Die Temperatur und der allgemeine Gesundheitszustand.

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Nähere Informationen über eure Festplatte und ihrer Funktionen könnt ihr euch unter Drive > Extended Infos anzeigen lassen.

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Um euch jetzt aber die genauen S.M.A.R.T.-Werte anzusehen, begebt ihr euch unter Drive > SMART Attributes. Bei Problemen findet ihr hier die genauen Parameter und könnt so feststellen, was mit eurer Festplatte nicht in Ordnung ist.

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Dabei steht:

  • „Value“ für den aktuellen Wert des Parameters
  • „Worst“ für den bisher schlechtesten Wert
  • „Threshold“ für die Grenze unter die der Wert nicht fallen darf

Drei der wichtigsten Werte möchte ich an dieser Stelle herausheben:

1. Raw Read Error Rate

Dieser Wert zeigt die nicht korregierbaren Fehler beim Lesen der Festplatte an und deutet auf eine Beschädigung der Datenträgeroberfläche hin. Dies ist einer der häufigsten Ausfallsgründe, welcher vor allem durch Erschütterungen verursacht wird. 100 bzw. höhere Zahlen sind hier üblicherweise der Standardwert.

2. Seek Error Rate

Zeigt Lesefehler an, die durch Positionierungsfehler des Lese- und Schreibkopfes entstehen. 100 bzw. höhere Zahlen sind hier üblicherweise der Standardwert.

3. Drive Temperature

Zeigt die Temperatur bzw. die bisher maximal und minimal erreichte Temperatur an. Werte unter 25°C und über 40°C erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls.

Hinweis: Weitere Informationen über die einzelnen Werte findet ihr auf smartlinux.sourceforge.net.

Überprüft also regelmäßig den Gesundheitszustand eurer Festplatte, um einem möglichen Verlust von wichtigen und persönlichen Daten vorzubeugen.

Quelle: smartlinux.sourceforge.net