Soeben entdeckte ich die, am 8. Juni gestartete, Blogparade auf Blog-parade.de, die sich mit „Dofollow oder nofollow“ befasst. Dieses Thema interessiert mich ebenfalls schon seit längerem und deshalb nutze ich solgleich diese Gelegenheit, um davon zu berichten.

Doch was ist „nofollow“ überhaupt?

2005 hat Google einen neuen rel- und Metatag-Wert definiert: „nofollow“. Dieser teilt der Suchmaschine mit, dass Links nicht gefolgt und diesen somit auch kein Pagerank weitervererbt werden soll (Pagerank ist Googles Wertbeschreibung für eine Webseite, welcher durch Links weitergegeben werden kann). Die Idee war es damals, damit den Linkspam einzudämmen, der auf Blogs, Foren und diversen anderen Seiten betrieben wurde. Weiters wollte man damit Werbe-Links und das Verfolgen von suchmaschinenunfreundlichen Verlinkungen (z.B. beim Login auf einer Webseite) vermeiden. „Dofollow“ hingegen ist lediglich der Ausdruck dafür, dass man „nofollow“ nicht einsetzt.

Wie kann „nofollow“ überhaupt eingesetzt werden?

Um den Zusammenhang zwischen der aktuellen Seite und einem Link darzustellen, wird das rel-Attribut verwendet. Ein Beispiel dafür ist z.B. rel=“help“. Hierbei wird klar ersichtlich, dass es sich um einen Link zu einem Hilfe-Dokument handelt. Dieses wird unter anderem bei diversen Suchmaschinen berücksichtigt. Auch bei Metatags (Informationen für Suchmaschinen am Seitenanfang) besteht die Möglichkeit den Suchmaschinen diverse Informationen zu übermitteln. In beiden Fällen kann der Wert „nofollow“ verwendet werden.

Welche Auswirkungen hatte dieser Schritt?

Ganz gewaltige. Im deutschsprachigen Raum ist Google mit ca. 86 % die am meisten verwendete Suchmaschine (siehe Webhits.de). Deshalb ist es allen Webseitenbetreibern sehr wichtig, möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu stehen. Dazu trägt auch der vorhin erwähnte Pagerank bei. Klarerweise führte das nun zum Hamstern des Pageranks, wodurch sämtliche Links im Internet mit „nofollow“ versehen wurden. Ob dies aber wirklich etwas Positives mit sich bringt, ist fraglich.

Erstens ist es ziemlich unbeliebt unter den Bloggern und Lesern. Es wird inzwischen einfach nicht mehr gerne gesehen. Folglich wurden sogar eigene Webseiten gegen „nofollow“ ins Netz gestellt, inklusive eigenem Banner, um zu zeigen, dass man ein Befürworter von „dofollow“ ist. Bestes Beispiel ist hierfür die Seite No-nofollow.net.

Weiters wird man auf Backlinks der verlinkten Seiten lange warten können. Eine mit „nofollow“ verlinkte Seite wird sich wohl kaum dafür bedanken oder verlinkt ebenfalls so auf euch.

Wofür dann überhaupt noch „nofollow“?

Nach dem Grundgedanken ist es tatsächlich noch zu gebrauchen und wird meist auch als verständlich angesehen. Um Spam-Kommentare zur Werbung der eigenen Seite zu unterbinden, kann man diese mit „nofollow“ versehen. Die sinnvollste Lösung ist es sicherlich, wenn man eine Mindestgrenze an nötigen Kommentaren festlegt, bevor aus „nofollow“ „dofollow“ wird. Hat ein Benutzer z.B. 10 Kommentare geschrieben, zeugt das von Interesse und er hat es augenscheinlich verdient, einen „richtigen“ Link auf seine Seite zu bekommen.

Verwendet Hightech Journal „nofollow“?

Jein. Wie oben erwähnt, verwende ich es auch nur in Kommentaren, um Spam zu verhindern. Zwar hatte ich vor kurzer Zeit sogar auch noch „nofollow“-Links auf verschiedene Treiberseiten, bei denen kein Backlink zu erwarten war, aber nachdem ich mich ein bisschen mit dem Thema befasst habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, diesen Wert nur noch für den ursprünglich gedachten Zweck zu verwenden: Nämlich um Spam einen Riegel vorzuschieben. Allerdings überlege ich derzeit, auch bei den Kommentaren „dofollow“ einzusetzen, denn für echten Spam gibt es immer noch den Lösch- bzw. Spam-Button.

Was mache ich, wenn ich kein „nofollow“ in meinem Blog haben will?

Für WordPress gibt es einige hilfreiche Plugins, die das ganz automatisch erledigen. Natürlich kann man auch in den Themes nach der Zeile Ausschau halten, die das „nofollow“ vergibt und diese löschen. Die Plugins sind allerdings etwas einfacher zu handhaben und es ist vergleichsweise ungefährlicher.

Zwei scheinbar ganz beliebte (und aktuelle) Plugins hierzu sind:

Man sollte es sich zweimal überlegen, ob „nofollow“ wirklich einen Vorteil mit sich bringt. Denn wer sich in der Blogosphäre bzw. im Internet unbeliebt macht, wird weitaus größere Probleme als mit dem Pagerank haben. Im Gegensatz dazu animiert „dofollow“ die Leute zum Kommentieren und fördert die Backlinks auf eure eigene Seite.