Immer wieder kommt es vor: Nach der Installation des neuesten Grafikkarten-Treibers laufen auf einmal alle Spiele ein paar FPS langsamer. Zum Teil gibt es Probleme den Treiber überhaupt zum Laufen zu bekommen. Damit dies nicht passiert, sollte man sich stets an die richtige Reihenfolge halten. Wie diese lautet, erklärt euch diese Anleitung.

Im Grunde sind Treiberinstallationen sehr altmodisch. Sie sind kompliziert und müssen meist regelmäßig erfolgen um Fehler und Geschwindigkeitsbremsen zu vermeiden. Dass dies heutzutage nicht vollautomatisch und simpel abläuft, ist sehr ärgerlich. Zwar gibt es schon ein paar Hersteller wie Creative, die es ermöglichen den Soundtreiber über ein eigenes Programm downzuloaden und zu installieren, aber dies sind die Ausnahmen von der Regel.

Bei Grafikkarten muss man immer noch komplett selbst zu den Tasten greifen. Damit alles problemlos funktioniert sollte man folgende Dinge bei der Reihenfolge und Art der Installation beachten. Dabei erklärt diese Anleitung die genauen Schritte bei einer Treiberinstallation:

1. Der Download

Bei AMD/ATI werden die Grafikkarten-Treiber extra oder im Software-Paket angeboten. Damit jedoch die Grafikkarteneinstellungen für den Desktop oder Spiele geändert werden können, benötigt man das Catalyst Control Center. Dieses befindet sich in seiner passenden Version nur im Paket, weshalb die Installation des nackten Bildschirmtreibers relativ sinnlos ist. Ausgenommen der Benutzer benötigt keine Treiber-Einstellmöglichkeiten.

Bei Nvidia ist hingegen auf die unterstützten Grafikkarten zu achten, da es nicht immer der Fall ist, dass alle Karten mit dem Treiber kompatibel sind.

2. Die Deinstallation

Nun muss der alte Treiber aus dem System entfernt werden. Hierzu begibt man sich am besten in die Systemsteuerung, wählt „Software“ und deinstalliert den alten Treiber.

Achtung: Bei Nvidia ist darauf beachten, dass man nicht versehentlich auch andere Treiber deinstalliert. Wählt deshalb zuerst den Punkt „Nur die folgenden Komponenten entfernen“ und macht ein Häkchen bei Bildschirmtreiber.

Startet jetzt nach der Installation (optimalerweise im abgesicherten Modus) neu und ihr werdet in ein schrecklich aussehendes Windows gestürzt. Aber keine Sorge, dies wird schnell wieder verschwinden.

3. Die Reinigung

Damit auch wirklich alle Reste des alten Treibers verschwunden sind, benötigt ihr das Tool „Driver Cleaner“. Den Download findet ihr HIER.

Nachdem ihr also den Driver Cleaner installiert, euren Grafikkarten-Treiber deinstalliert und ihr neu gestartet habt, startet ersteres. Bei Geforce-Treibern wählt ihr selbstredend „Nvidia“ aus, während ihr bei ATI/AMD „ATI“ oder „ATI Uninstall Utility“ auswählt. Wobei bei letzterem wirklich komplett jedes Anzeichen von ATI Software gelöscht wird. Wählt also, wenn ihr euch nicht sicher seid, lieber „ATI“ aus. Klickt dann auf „Aufräumen“.

4. Die Installation

Zunächst ist sowohl bei Geforce-, als auch bei ATI-Treiber zu bemerken, dass diese erst auf die Festplatte installiert werden müssen und dann die eigentliche Treiberinstallation startet. Dies dient zur Komprimierung und einem schnelleren Download.

Jetzt solltet ihr durch die Installation geleitet werden. Keine Sorge, wenn währenddessen der Bildschirm schwarz wird. Sollte sich hingegen bei der Installation eines Drittanbieter- oder Betatreibers der Installationsbalken nach einige Minuten nicht vorwärts bewegen, dann haltet Ausschau nach einem Windowsbestätigungsfenster, bei welchen ihr „Installation fortsetzen“ auswählt.

Startet nun nach der Installation den PC neu.

Jetzt solltet ihr einen glatt installierten Grafikkarten-Treiber auf eurem System haben. Ihr könnt nun in Ruhe die Einstellungen im Treiber tätigen und loszocken.