Willkommen bei einem Tutorial zu OpenGL! In dieser Einführung werde ich euch erklären wie ihr Visual Studio (optimalerweise VS 2010) für die OpenGL-Programmierung einrichtet.

Dabei werden wir das GLFW-Framework verwenden, welches neben einer sehr guten Dokumentation auch sehr einfache Funktionen bietet. Das vielfach erwähnte und verwendete GLUT-Framework wird hingegen seit 1998 bzw. 2001 nicht mehr weiterentwickelt und ist daher eher nicht mehr zu empfehlen. Wer sich jedoch mehr dafür interessiert, dem empfehle ich FreeGLUT. Hierbei handelt es sich um eine OpenSource-Variante von GLUT die stets weiterentwickelt wird.

GLFW herunterladen und in Visual Studio einbinden

Zunächst ladet ihr euch von der GLFW-Webseite das aktuelle Binary-Paket für Windows herunter.

Im Projekt-Ordner eines neuen, leeren C++-Projekts in Visual Studio entpackt ihr nun den lib-msvc100– und den include-Ordner.

Ordner entpacken

In den Eigenschaften eueres Projekts fügt ihr nun unter Linker -> Allgemein -> Zusätzliche Bibliotheksverzeichnisse den lib-msvc100-Ordner hinzu.

Visual Studio - Bibliotheksverzeichnisse

Anschließend schreibt ihr unter Linker -> Eingabe -> Zusätzliche Abhängigkeiten die Einträge OpenGL32.lib, GLFW.lib und Glu32.lib in jeweils eine einzelne Zeile. Bei letzterer handelt es sich übrigens um die OpenGL Utility Library von Microsoft für Windows. Danach überall auf „OK“ und euer Projekt ist fertig eingerichtet.

Visual Studio - Zusätzliche Abhängigkeiten

Weiter gehts dann mit dem ersten Beispiel-Programm. Dort bindet ihr die GLFW-Header-Datei ein und erzeugt euer erstes Polygon.

Update: Ich wurde gefragt, woher denn nun die OpenGL32.lib und Glu32.lib kämen. Nun, erinnert ihr euch an die Projekt-Eingenschaften? Dort unter VC++-Verzeichnisse, wo ihr z.B. ebenfalls wie beim Linker zusätzliche Bibliotheken angeben könnt, befinden sich bereits Referenzen auf andere Ordner eures Betriebssystems bzw. Kompilers. So befindet sich diese statischen Bibliotheken z.B. in „C:\Program Files (x86)\Microsoft SDKs\Windows\v7.0A\Lib“ und werden automatisch erkannt, wenn ihr deren Namen bei den zusätzliche Abhängigkeiten angebt.