Subotron pro gamesChasing Aurora – so heißt das neue Spiel von Broken Rules, welches bei der gestrigen Präsentation bei den SUBOTRON pro games, zusammen mit dem Indie-Studio selbst, vorgestellt wurde. Man merkte schnell, dass es sich hierbei um ein besonders ambitioniertes Team handelt, welches ursprünglich durch ein Studentenprojekt zusammengefunden hat.

Bei “And Yet It Moves” handelt es sich um dieses Projekt, welches durch seinen Paper-Look und das besondere Design zu gefallen wusste. Broken Rules gewann diverse Auszeichnungen und wird unter anderem auf Steam vertrieben.

Auch beim Humble Indie Bundle war “And Yet It Moves” vertreten. Diese Bundles kann ich euch übrigens sehr ans Herz legen: Immer wieder werden Bundles bestehend aus mehreren (Indie-)Spielen angeboten, bei denen ihr den Preis frei wählen könnt.

2010 ist das Team von Broken Rules mit Studio Radiolaris (REDUX HD) fusioniert. Zusammen entwickelte man Globetrotters für das iPad.

Bei dem neuesten Spiel “Chasing Aurora”, welches die Anwesenden sogar anspielen durften, handelt es sich eindeutig um ein sehr abstraktes Spiel. Im Modus “A Game of Tag” kämpften insgesamt vier Spieler im Flug um ein Licht, bei dem es unter anderem galt, die Luftströmungen richtig auszunutzen. Sah auf jeden Fall ziemlich witzig aus.

Chasing Aurora

Broken Rules hat es sich als Ziel gesetzt, stets Spiele zu entwickeln, die etwas anders sind als man es sonst so auf dem Markt vorfindet. Besonders bei der Steuerung und dem Spielprinzip möchte sie sich abheben.

Mein Studienkollege und ich haben bei der Präsentation und der anschließenden Diskussionsrunde auf jeden Fall gemerkt, dass es sich hierbei um ein äußerst enthusiastisches Team handelt, welches sich viele Gedanken um das Medium “Videospiel” macht. Im Gegensatz zu anderen Vortragenden steht hier das Spiel selbst noch viel mehr im Mittelpunkt, als ich es bei anderen Studios in der “SUBOTRON pro games”-Reihe gesehen habe.

Mir persönlich gefällt die Idee von Broken Rules ziemlich gut. Ich habe mit meinem Kollegen auch bereits darüber diskutiert, dass die Spieleentwicklung in manchen Bereichen inzwischen mehr auf den Markt getrimmt ist als das Spiel selbst. Ein Gipfel dürften derzeit wohl die Free2Play-Spiele sein, bei denen leider oftmals ein Spiel um die Vermarktungsidee “herum gebaut” wird. Natürlich muss man realistisch sein, wenn man die Spieleentwicklung im Business-Bereich sehen möchte. Denn die Entwicklung von technisch anspruchsvollen Titeln, besonders im AAA-Bereich, wird zunehmend teurer.

Der Gegentrend dazu ist derzeit bei den Indie-Spielen zu finden. Hier steht eindeutig das Spiel selbst, oftmals auch als Kunstform, im Mittelpunkt. Wie sehr man hier allerdings finanziell “Independent” sein kann, ist fraglich. Wie ich in den letzten Jahren beobachten konnte, scheint sich dabei Steam immer mehr zu einer Plattform für Indie-Games zu entwickeln. Allerdings nicht nur Steam, sondern allgemein der Boom des Download-Vertriebs scheint hier diesen Studios und Teams extrem entgegen zu kommen. Dadurch entfällt der große finanzielle Aufwand für das Pressen von DVDs und der Lieferung komplett, weshalb hier, abgesehen vom Marketing, theoretisch kein Publisher benötigt wird.

Für mich sind die SUBOTRON pro games nun vorbei (für dieses Jahr). Es wird nächstes Mal noch eine Vorstellung der Universität Wien geben, die sicherlich auch interessant sein dürfte für diejenigen die sich für den weiteren Bildungsweg noch nicht entschieden haben. Zudem findet noch das monatliche “Games gathering” zweimal bis Jahresende statt, bei der man Bekanntschaften mit Personen aus der Szene machen kann.

Update: Ab Februar geht es übrigens weiter mit den SUBOTRON pro games. Weitere interessante Vorträge und Diskussionen erwarten uns dann bis Ende Juni.