Einen Tag früher als erwartet, kam heute Vormittag das Paket mit der neuen Gigabyte GTX 460 1GB OC. In diesem Sinne großes Lob an die österreichische Post, die mir das Paket in nur 22 Stunden nach der Übergabe bei Alternate lieferte. Gezahlt habe ich € 204,90 + € 10,70 Nachnahmeversand.

Die Karte läuft leicht übertaktet mit 715 MHz Chiptakt, 900 MHz Speichertakt und 1430 MHz Shadertakt (Referenz: 675/900/1350). Gekühlt wird sie durch einen Kühlblock mit zwei Heatpipes und zwei Axiallüftern. Das wußte ich aber bereits vorher. Kommen wir daher zum eigentlichen Test.


Gigabyte GTX 460 OC Verpackung

Was mir als erstes auffiel, war die große Verpackung. Für mich ist es das erste Mal, dass ich eine (neue) Grafikkarte außerhalb eines Komplett-PCs gekauft habe. Das Design gefällt mir sehr gut. Vor allem sind alle wichtigen Daten auf der Schachtel klar ersichtlich.

Gigabyte GTX 460 OC Inhalt

Kommen wir nun zu dem, was sich darin befindet. In einer schwarz glänzenden Box liegt die Grafikkarte inmitten von Styrophor eingebettet. Weiters befinden sich ein Handbuch (Englisch/Chinesisch), eine Installationsbeschreibung in Französisch (ähm…Ok?), zwei Sechspol-Strom-Adapter, ein DVI-VGA-Adapter und ein miniHDMI-HDMI-Adapter in der Verpackung.

Gigabyte GTX 460 OC Grafikkarte

Das ist sie nun: Die Gigabyte GTX 460 1GB OC. Als erstes fällt einem der Lüfter ins Auge. Dieser ist in Klavierlack-Schwarz gehalten und sieht sehr edel aus. Auch auffallend ist die blaue Platine (typisch Gigabyte), die hier verwendet wurde. Damit die Anschlüsse für SLI und DVI geschützt sind, wurden ihnen kleine Plastikkappen übergestülpt.

Gigabyte GTX 460 OC HDMI Adapter

Bei den Anschlüssen befindet sich auch der einzige negative Punkt, der mir bisher aufgefallen ist: Der miniHDMI-Ausgang ist so platziert worden, dass es mit dem beigelegt Adapter bei fast jedem Gehäuse unmöglich sein dürfte, diesen zu verwenden. Dadurch dass es bei vielen Gehäusen hier etwas enger sein dürfte, lässt sich der breite Adapter nicht ganz hineinstecken (siehe Bild oben).

Gigabyte GTX 460 OC Größenvergleich

Ansonsten geht der Einbau der Karte recht einfach von der Hand, da diese sehr leicht und verhältnissmäßig klein ist. Zur Demonstration habe ich meine drei Grafikkarten nebeneinander gelegt (X600, 8800GTS, GTX460). Interessant zu sehen, wie klein die Kühlung der alten ATI X600 ausfällt ;)

Nach dem Booten des PCs, kommt ein erster Schock: Ich höre kein Hochfahren des Kartenlüfters! Da hier meine älteren Modelle, die im Normalbetrieb kaum hörbar sind, auf 100% schalten, bin ich es gewohnt einen kurzen Luftstrom zu vernehmen. Dennoch liefen die Lüfter der GTX 460, die scheinbar so unverschämt leise sind, sodass mein Netzteil sie übertönt.

Zur Treiberinstallation empfehle ich die aktuelle Version von der Nvidia-Webseite (siehe Sidebar oben) herunterzuladen. Die beiliegende Treiber-CD beinhaltet noch den inzwischen überholten Geforce-Treiber 258.56.

Aufgrund des plötzlichen Endes meiner bisher treuen Geforce 8800 GTS habe ich leider nicht die Möglichkeit, einen genauen Benchmark-Vergleich zu liefern. Einige Dinge sind mir natürlich trotzdem aufgefallen. So läuft der Trackmania-Nations-Forever-Benchmark mit ca. der doppelten Anzahl an Bildern pro Sekunde (FPS). Besondere Leistungssprünge fallen mir vor allem beim Zuschalten von Features wie Anti-Aliasing (AA) und Anisotropische Filterung (AF) auf. So kann ich im CPU-lastigen Anno 1404 das AA und AF aktivieren sowie die Details erhöhen, ohne dass die Performance bemerkbar abnimmt.

Ein weiteres nettes Feature, ist das automatische Heruntertakten und die Spannungsherabsetzung der GTX 460 (auf bis zu 50,6/67,5/101). So lässt sich der Stromverbrauch im Officebetrieb deutlich senken. Zwar befindet sich diese Funktion heutzutage in fast allen Grafikkarten, aber ich freue mich dennoch darüber.

Die Temperatur beträgt im idle ca. 31°C, die dann in Spielen etwas über 50°C steigt. Wahnsinn! Im Vergleich dazu lief meine Geforce 8800 GTS bereits im idle um die 54°C.

Zur Lautstärke bleibt es mir nur zu sagen: Egal was gerade auf meinem PC läuft, ich kann dieses Ding einfach nicht wahrnehmen. Vielleicht können ja Leute mit absoluten Silent-Systemen (mein Netzteil verhindert das leider) die Karte unter Last hören. Ich bezweifle aber, dass diese mit der Gigabyte GTX 460 unzufrieden wären.

Schlussendlich kann ich jedem die Gigabyte GTX 460 1GB OC wärmstens empfehlen. Wer eine leise, schnelle und kühle Grafikkarte sucht, wird damit glücklich werden. Vor allem der attraktive Preis von € 204,90 macht sie zu einer guten Investition. Einziger Kritikpunkt ist der miniHDMI-HDMI-Adapter, der in den meisten Fällen nicht zu gebrauchen sein wird.

Update (30.7.2010):
Ich habe die Karte nun noch mit Dragon Age: Origins auf 1680×1050 mit 8xAA getestet. Die Temperatur steigt auch hier auf max. 54°C, sprich etwas über 50°C. Mit dem 3DMark06 habe ich sie dann doch immerhin noch auf 60°C bekommen.

Gigabyte GTX 460 OC Furmark

Weiters habe ich die Gigabyte GTX 460 1GB OC im Furmark getestet. Bei einer Auflösung von 1680×1050 stabilisiert sich die Temperatur nach fünf Minuten auf 75°C. Die Lüfter der Grafikkarte drehen auf 55% hoch und sind immer noch unhörbar. Im Vergleich zu meiner 8800GTS mit 640MB sind diese Ergebnisse ein absoluter Hit.

Schließlich noch ein weiterer wichtiger Punkt: Da die Gigabyte Version mit zwei Axiallüftern läuft, kann die Abwärme nicht durch einen Abluftkanal durch das Slotgitter befördert werden. Die warme Luft verbleibt damit größtenteils im Gehäuse. Allerdings stellen euch die meisten Boxed-CPU-Kühler vor genau das gleiche Problem. Wer sich um höhere Temperaturen im Tower sorgt, sollte sich den Einbau von zwei Gehäuselüftern überlegen, die optimalerweise einen Luftzug von vorne nach hinten erzeugen.